Spiele mit SELBSTvertrauen

Beim Tennis spreche ICH oft mit mir SELBST. Wenn ich mir nach einem Fehler zum Beispiel sage, „Treff den Ball früher“. Dieses gutgemeinte Selbstgespräch hat leider oftmals zur Konsequenz, dass danach noch mehr Fehler folgen.

In diesem Tipp erfährst du, wer das ICH und wer das SELBST sind und wie du die Zusammenarbeit der beiden optimierst…

Der Dialog zwischen ICH und SELBST führt in vielen Fällen zu einem inneren Konflikt. Das ICH ist unser Verstand und das SELBST ist unser Körper. Der Verstand möchte dem Körper ständig sagen, was er zu tun hat. Beim Tennis sind das oftmals technische Anweisungen, wie der Verstand sich den „perfekten“ Schlag vorstellt. Während der Ball auf mich zukommt, entstehen Gedanken, „hol rechtzeitig aus“, „geh in die Knie“ oder „schwinge aufwärts“.  Das bedeutet, dass meine Gedanken meinen Muskeln befehlen, wie sie arbeiten sollen. Mein ICH (Verstand) möchte also die Kontrolle haben. Oder anders ausgedrückt, mein ICH vertraut meinem SELBST (Körper) nicht. Genau hier liegt die große Krux. Mein SELBST hat fantastische natürliche Fähigkeiten. Im SELBST ruht eine verblüffende Intelligenz mit riesigem Potential.

Um dieses Potential bestmöglich auszuschöpfen, muss das ICH (Verstand) zur Ruhe kommen.   

Eine tolle Übung hierfür auf dem Tennisplatz ist die HOP/HIT Übung. Wenn der Ball auf deiner Seite aufspringt, sagst du laut HOP und wenn dein Schläger auf den Ball trifft, sagst du laut HIT. Damit ist dein Verstand mit etwas ganz Banalem beschäftigt und hat so keine Zeit sich einzumischen. Schließlich kann sich der Verstand nur auf eine Sache konzentrieren. Nebenbei unterstützt diese Übung das Rhythmusgefühl und nach einer Weile fängst du an intuitiv zu spielen. Dein Körper schaltet auf Autopilot. Du spielst nun „aus dem Bauch heraus“ und frei von Gedanken. Dein ICH (Verstand) und dein SELBST (Körper) sind somit in Harmonie und du lernst mit SELBSTvertrauen zu spielen.

Viel Spaß beim Ausprobieren…