Mallorca Engel Tennis by John Lambrecht

Ab sofort erhalten Sie in jeder Ausgabe Tipps „rund ums Tennis“ auf Mallorca. Diese werden geschrieben von John Lambrecht, 41 Jahre alt, gebürtig von der Insel Sylt und im März 2020 nach Mallorca gezogen. John ist selbständiger Tennislehrer auf Mallorca mit der Qualifikation des Tennislehrers mit B-Lizenz und ausgebildeter Sport Mental Coach. Aktuell ist er amtierender Mallorca- und Balearen Meister der Altersklasse +35 Jahre.

Die Macht der Gedanken! Bleib positiv – beim Tennis und im Alltag

Der größte Gegner beim Tennis ist oft nicht der Spieler auf der anderen Seite des Feldes, sondern unser eigener Verstand. Wir ärgern uns bei Fehlschlägen, schimpfen innerlich auf den Gegner, hadern mit unserer Technik und beißen – symbolisch betrachtet – vor Wut in den Schläger. Dieses innere Chaos hält uns schließlich davon ab, gutes, geschweige denn unser bestes Tennis zu spielen. Vor allem aber zerstört es die Freude am Spiel.

Ich möchte dir einen Tipp geben, wie du es schaffst, öfters positiv zu denken und dadurch erfolgreichere Resultate erzielst – auch abseits des Tennisplatzes.

Negative Gedanken beim Tennis oder im Alltag führen oft zu einer negativen Kettenreaktion. Der Gedanke „Bin ich schlecht heute“, erzeugt – wenn er nicht bewusst unterbrochen wird – eine negative Emotion, zum Beispiel Wut. Mit dieser Emotion (Wut im Bauch) führst du die nächste Handlung aus. Schlägst du mit Wut auf den nächsten Ball, wirst du nur wenig Kontrolle über den Schlag haben. Das Resultat wird in den meisten Fällen ebenfalls negativ sein. Der Ball landet im Aus oder im Netz.

Wie du siehst, führen Gedanken innerhalb von Sekunden zu Emotionen, Handlungen und Resultaten. Dieser Zusammenhang gilt nicht nur beim Tennis. Wir alle kennen die Situation im Alltag, wenn wir aus der Emotion heraus etwas aussprechen, was wir kurz darauf bereuen.

Damit dein Verstand nicht die Oberhand über dich auf und neben dem Tennisplatz gewinnt, ist es hilfreich, negative Gedanken direkt zu stoppen. Meine Tennisschüler trainieren regelmäßig mit einem kleinen Stoppschild in der Hosentasche. Du kannst auch einen Talismann oder ähnliches verwenden.

Wann immer nun negative Gedanken entstehen, versuche dir diesen bewusst zu werden. Hole das Stoppschild heraus oder berühre deinen Talismann und sage für dich selber „Stopp“. Negative Gedanken werden dadurch unterbrochen. Verwandle nun den negativen Gedanken in einen positiven Gedanken. So wird zum Beispiel aus „Bin ich schlecht heute“, der Gedanke „beim nächsten Punkt werde ich mein Bestes geben“.

Mit diesem veränderten Mindset geht es dann im Training/Match weiter. Übe es regelmäßig und du wirst mit mehr Freude und weniger Frust Tennis spielen. Und auch im Alltag wirst du von dieser Methode profitieren – stoppe bewusst negative Gedanken und bleib positiv.

Webseite: www.john-lambrecht.com