Influencerin Edameeey

Wir lernten die Bilder und Posts von Eda aus der Schweiz bei Instagram kennen. Hierbei wurde sofort deutlich, dass Influencer sich erheblich voneinander unterscheiden. Eda wirkt auf den Instagramuser sofort als super natürlich, als freundlich, natürlich äußerst hübsch anzusehen, als sehr niveauvoll sexy, niemals billig, als extrem glaubwürdig in all dem, was sie als Bild und Text postete und in den Videos von sich gab.

Und diese Eindrücke wurden bestätigt, nachdem wir Eda kennenlernten. Auf unsere Anfrage reagierte sie sofort, spontan und offen. Mit einer so warmen Schreibweise, dass wir mehr wissen wollten. Ja, wir waren beeindruckt. Unser beschriebener Eindruck stimmte mit der Realität tatsächlich überein. Ist das die „real“ Influencerin? Haben wir Sie sofort gefunden? Sind doch alle in dieser Influencerwelt so? Es muss doch Gründe geben, warum Unternehmen gerne mit ihr zusammenarbeiten und spannende Projekte durchführen.

Aber lesen Sie gerne weiter. Eda berichtet einmal über Ihre Influencerwelt, über Ihren Einstieg bei Instagram, etwas über Ihr Leben, Ihre Gedanken, Ihre Gefühlswelt, wenn Sie andere Influencer beobachtet … liebe Leser, das ist Eda aus der Schweiz.

Hallo liebe Mallorca Engel Leser,
mein Name ist Charis-Edamey Hugentobler, doch alle nennen mich Edamey oder nur Eda.

Ich bin Model und Influencerin aus Zürich und freue mich, Euch heute meine kleine Welt etwas näherbringen zu dürfen.

Seit bald 8 Jahren lebe ich hier am schönen Zürichsee. Davor verbrachte ich meine Kindheit im Wallis. Meine Mama ist Deutsche und mein Papa Walliser. Beide Mentalitäten brachten die Mischung, die mich heute ausmacht. Lebensfroh, offen für Neues und kontaktfreudig. Mein Werdegang hat vor 7 Jahren angefangen, als ein international schaffender Fotograf mich auf Instagram anschrieb und mich für ein Testshooting buchte. Damals hatte ich noch 300 Follower, welche nur aus Freunden und Familie bestanden. Als ich dann die ersten Bilder des Shootings veröffentlichte, kamen immer mehr Anfragen und auch neue Follower hinzu. Ein Jahr später, mit ca. 5000 Follower, wurde eine Schweizer Influenceragentur auf mich aufmerksam. Ich durfte mich schon zwei Tage später über meinen ersten Auftrag für eine renommierte Schweizer Firma freuen.

Um ehrlich zu sein, habe ich vorher nie mit dem Gedanken gespielt, Influencerin zu werden. Doch das Schicksal wollte es so und zeigte meinen Weg. Meine Leidenschaft war sofort entfacht. Zu dieser Zeit war ich noch Schülerin an einem Gymnasium und mein Geschäft habe ich mir nebenbei aufgebaut. Nachdem ich dann die Schule abgeschlossen hatte, entschied ich mich, mich selbstständig zu machen. Doch auch so einfach sich das alles gerade anhört, ist es nicht. Das Influencer-Business ist knallhart und bleibt man nicht ständig am Ball, ist man schneller wieder vom Bildschirm verschwunden, als dass man aufgetaucht ist. Follower zu gewinnen, ist die eine Sache, sie zu halten bzw. sie zu unterhalten, ist die andere. Auch die Konkurrenz schläft nie. Zu dem Thema aber später mehr.

Mittlerweile darf ich bereits mein Wissen an Social Media Kursen für Privatpersonen und Geschäftsleute weitergeben und durfte einige kleinere Kampagnen als Kopf selber mit anderen Influencern ausführen. Außerdem engagiere ich mich ehrenamtlich für die Kinderkrebsliga, den Tierschutz und seit einigen Jahren bin ich im Vorstand einer internationalen Frauenrechtsorganisation. 2017 wurde ich zudem zur Vize Miss Zentralschweiz gekürt.

Und nun zu meinem Alltag, damit Sie sich vorstellen können, wie so ein Tag bei mir aussieht. Vom Kunden anschreiben, Anfragen beantworten, Offerte erstellen, Location suchen, bis hin zur Content-Idee und Rechnung schreiben, liegt alles in meiner Hand. Daher gestaltet sich mein Alltag ziemlich vielseitig. Je nach Auftragslage kann es mal Tage geben, wo es nur Homeoffice zu erledigen gibt und dann gibt es aber auch Tage, an denen ich von Kunde zu Kunde renne, vor der Kamera stehe oder Hotels promote. Aber genau das schätze ich an meinem Beruf so sehr. Kein Tag ist wie der andere, ein jeder Auftrag eine neue «Herausforderung». Ich darf meiner Kreativität freien Lauf lassen, darf neue Leute kennenlernen und das Wichtigste, meiner Passion nachgehen.

Was ich auch noch schätze, ist, dass ich bis jetzt noch den persönlichen Kontakt mit meinen Followern pflegen kann. Sowie mir die Zeit reicht, versuche ich meinen mittlerweile über 75’000 Followern auf Social Media persönlich zu antworten. Sei es in Form von Kommentaren und oder von Nachrichten im Privatchat. Und obwohl ich mich zum einen als Geschäftsfrau mit Werbung präsentieren darf, bin ich zu einem kleinen Teil auch ab und zu Psychologin.

Es gibt Leute, die vertrauen mir ihr ganzes Leben und Probleme an. Was mich zum einen natürlich ehrt, dass sie mir dieses Vertrauen schenken, aber zum anderen musste ich auch öfters mal eine Grenze ziehen, um mich selbst zu schützen. Einige Geschichten gingen mir ziemlich unter die Haut. Ich gebe ziemlich viel meines Lebens öffentlich preis, wahre mir aber doch einen kleinen Teil Privatsphäre. Ein guter Mix als Influencerin besteht in meinen Augen darin, dass man nahbarer als ein Hollywood-Star ist, als eine Art digitaler Freund fungiert, aber eben doch noch sein Privatleben hat. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass es die Leute auch heute noch sehr schätzen, wenn sie eine Antwort auf ihre Nachricht erhalten und ein bitte und danke noch nicht altmodisch ist. Es ist meiner Meinung nach ein Geben und Nehmen. Und in dem Punkt finde ich, unterscheide ich mich auch von einigen anderen Influencern.

Zuerst vorneweg: Nicht jeder, der sich Influencer «schimpft», ist auch ein Influencer. In meiner Branche gibt es leider viele schwarze Schafe, welche sich ihre Reichweite, Follower, Likes und Kommentare erkaufen. Wenn ich sehe, dass solche Leute dann bezahlte Kooperationen haben, könnte ich nur mit dem Kopf schütteln… Erstens wegen der Skrupellosigkeit für die erkaufte Fake-Reichweite Geld zu verlangen und zweitens, dass das Denken in den Marketingabteilungen noch nicht so vorgeschritten ist, um solchen Leuten auf die Spur zu kommen. Leute, die Ahnung haben, wissen, dass allein die Followerzahl schon lange nichts mehr über die Qualität eines Profils aussagt. Wichtiger ist, wie viele Leute erreiche ich mit meinem Content und dies ist dann auch ausschlaggebend, ob ein Unternehmen mit dir zusammenarbeiten möchte, oder nicht.

Und so kommen wir wieder zum oben genannten Punkt mit der Community: Viele Influencer nehmen sich keine Zeit mehr, mit ihren Followern zu interagieren, sondern profitieren nur noch. Und das ist der kleine, aber entscheidende Fehler: Denn das Influencer Marketing funktioniert im Grunde genommen gleich wie Mund-zu-Mund Propaganda oder einer Empfehlung unter Freunden. Man baut sich seine Community auf und diese vertraut nachher deiner Meinung zu dem jeweiligen Produkt, Unternehmen oder Hotel.

Influencer sind die Schnittstelle zwischen Kunde und Endkonsument. Sind wir doch mal ehrlich: Schöne Bilder machen, kann jeder. Aber eine ehrliche, vertrauliche Meinung dazu zu bekommen, ist die andere Seite. Für mich ist es aber auch wichtig, ob das Unternehmen oder die Marke zu mir und meinem Content passt.

Ich möchte an dieser Stelle auch hervorheben, dass ich stets nur Kooperationen annehme, welche zu mir und meinem Content passen und die ich ruhigen Gewissens weitergeben kann, da ich ja mit meinem Namen für das Produkt, den Brand oder das Unternehmen bürge. Auf Social Media zeige ich Content zu Lifestyle, Fashion, Travel und seit März 2020 ist auch das Kochen neu hinzugekommen. Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Leidenschaft leben darf!

Wenn ich Euer Interesse wecken konnte, würde ich mich freuen, den ein oder anderen von Euch auf meinen Profilen begrüssen zu dürfen!

www.edameyhugentobler.com

Instagram: @edameeey
Facebook: www.facebook.com/EdameyHugentobler