Über 500 Lebensmittelpakete pro Tag

Seit September 2020 führt die Mallorca Engel Charity die
Kooperation mit der Associacion Tardor durch. Bei Genehmigungen der Mallorca Engel Kunden und nach der Abreise von Urlaubsgästen in Ferienfincas werden Lebensmittel, welche übrigbleiben, direkt zur Associacion Tardor nach Palma gebracht. Hierzu liegen spezielle Lebensmittelaufkleber bei den Inhabern aus, damit sie die Lebensmittel für die Tafel besonders kennzeichnen können.

Diese stetige Hilfsaktion findet bei den Hauseigentümern auf Mallorca größten Anklang. Mittlerweile haben Eigentümer sogar für die Tafel zusätzlich eingekauft oder Bargeld für den Einkauf von Lebensmitteln hingelegt. Das Mallorca Engel Team kauft dann zielorientiert nach den Notwendigkeiten der Tafel ein.

Gerne stellt die „Mallorca Engel actual“ die Tafel vor.

Im Herbst 2013 trafen sich die Freunde Toni, Jonny und Marga zu einem Nachtessen. Alle arbeiteten im sozialen Bereich und waren von der damals herrschenden Rezession direkt betroffen. Die damals übliche Sozialhilfe von 350 Euro pro Person stellte die Leute vor die Entscheidung: Essen oder Miete. Da sie die Leute vor der Obdachlosigkeit schützen wollten entschieden sie sich eine
Suppenküche zu gründen. Passend zur Zeit dieser
Entscheidung nannten sie ihre Organisation Tardor – auf Mallorcin Herbst. Durch gutes Networking und viel Unterstützung gelang es sehr rasch ein Lokal zu finden. Freiwillige halfen bei der Umsetzung mit. Diese sind bis heute das Rückgrat des Vereins. Hotels boten an, das vom Buffet nicht konsumierte Essen zu spenden, Supermärkte offerierten Lebensmittel die kurz vor dem Ablaufdatum waren und immer wieder kamen Freunde und Fremde mit Lebensmitteln und Geldspenden.

Kaum gegründet und eröffnet fanden rund 40 Personen pro Tag den Weg zu einem warmen, gehaltvollen Essen. Es dauerte nicht lange und das gemietete Lokal wurde zu klein. Eine Stiftung erbot sich regelmässig einen größeren Betrag beizutragen so dass ein größeres Lokal angemietet werden konnte. Toni gab seine Arbeit auf und entschied sich nun ganz für Tardor zu arbeiten. Er erhielt dafür wie alle anderen keinen Lohn. Um sein Leben zu finanzieren verkaufte er erst sein Auto, dann sein Motorrad und nun benutzt er ein gespendetes Fahrrad. Er fand eine Arbeit als Radio Moderator die es ihm nun erlaubt den ganzen Tag im Tardor zu arbeiten, Spenden zu sammeln und den Tagesablauf zu überwachen und zu organisieren. Am Abend fährt er ins Radio und moderiert seine Sendungen.

Die Not in Palma wurde seit 2013 nicht kleiner. Schon vor Corona waren bei Tardor 750 Personen registriert, für die jeden Tag ungefähr 400 Mahlzeiten ausgegeben wurden. Da das Lokal wie ein Restaurant geführt wurde war es oft auch der einzige Platz an dem Obdachlose den Tag an einem geschützten Ort verbringen konnten. Es war warm, der Fernseher lief den ganzen Tag, niemand wurde belästigt und wer Hilfe benötigte, dem wurde geholfen.
Dann kam Corona. Auch Tardor musste seine Türe schließen. Das aber wollten die Verantwortlichen nicht einfach so hinnehmen. Schnell wurde aus dem Lokal ein Take away. Mit noch mehr Elan als sonst kamen Freiwillige. Wurde vor dem Lock down vier Mal pro Tag eine Mahlzeit angeboten gab es nun Lebensmittelpakete.

Dann kam Corona. Auch Tardor musste seine Türe schließen. Das aber wollten die Verantwortlichen nicht einfach so hinnehmen. Schnell wurde aus dem Lokal ein Take away. Mit noch mehr Elan als sonst kamen Freiwillige. Wurde vor dem Lock down vier Mal pro Tag eine Mahlzeit angeboten gab es nun Lebensmittelpakete.

Darin eingepackt ist das Essen für den ganzen Tag. Es gibt Brot, 2 Mahlzeiten und etwas Süßes. Falls vorhanden, Früchte und Joghurt. Über 500 Lebensmittelpakete werden nun pro Tag ausgegeben. 10 Personen arbeiten jeden Tag, freiwillig und ohne Bezahlung um diesen Betrieb am Laufen zu halten.
Seit dem Lock down kam vermehrt auch der Wunsch Familien zu helfen. Nun gibt es auch ein neues Lokal. Dort erhalten Familien wöchentlich ein Lebensmittelpaket. Zurzeit werden 360 Familien so mit Lebensmitteln versorgt. In diesen Familien leben 150 Babys und rund 200 Kinder.

Obdachlosigkeit ist in Palma immer noch ein großes Problem. Die Mieten explodieren und die Gehälter sind oft so klein, dass es nicht einmal für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft reicht. In Palma gab und gibt es Menschen, die den ganzen Tag arbeiten und dann auf einer Parkbank schlafen. Tardor wollte auch dort Abhilfe schaffen. Sie fanden ein großes Ladenlokal und bauten es mit viel Engagement und vielen Freiwilligen zu einem Hostal um. Im April 2020 eröffnete „Llar Inge“. Dort konnte 47 Personen eine Unterkunft geboten werden. Da das Problem immer größer wurde ging die Suche nach einer weiteren Möglichkeit sofort los. Im Dezember wird das „Llar Kurt“ seinen Betrieb aufnehmen. 80 Personen können dort für wenig Geld eine Unterkunft mieten und sind so vor der Obdachlosigkeit geschützt.
All das ist nur dank der Unterstützung vieler Organisationen und Einzelpersonen möglich. Spenden von Lebensmitteln und Geld hilft Tardor diese Ziele zu verwirklichen und den Betrieb aufrecht zu erhalten. Alle
Mitarbeiter bei Tardor arbeiten gratis mit, damit den Ärmsten geholfen werden kann.

Auch Sie können helfen. Sachspenden können entweder via Mallorca Engel oder direkt bei der Associacion Tardor, Calle Reine Constanza 10 in Palma abgegeben werden. Wer die Organisation finanziell unterstützen möchte, kann seinen Obolus an die La Caixa Bank mit der IBAN ES07 0133 0149 6441 0000 2865 überweisen. Der Verein Tardor und seine Gäste danken bereits im Voraus.

Webseite: www.mallorcaengel.com/mehr-infos/mallorca-engel-charity

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